Anti-Graffiti
Graffiti entfernen
Als Graffiti bezeichnet man thematische und gestalterische Bilder oder Schriftzüge.
Graffiti in dieser Art gibt es bereits seit Anfang der 70er Jahre.
Verwendet wird meist Farbe aus Sprühdosen. Graffitimaler bezeichnet man deshalb auch als Sprayer.
Über diese Art der Bild- und Schriftgestaltung findet man unterschiedliche Meinungen.
Zum einen wird es als Kunst angesehen, zum anderen bezeichnet man es als „Schmierereien“ oder auch Vandalismus.
Betrachtet man Graffiti von Seiten der Kunst, so wird es als Verschönerung der grauen Umwelt gesehen. Einige Sprayer können ihre Werke mittlerweile in Galerien ausstellen, um dort als Künstler Ruhm und Anerkennung zu finden.
Auch gibt es bereits geförderte Sprayer für Auftragsarbeiten und Graffiti wird daher immer mehr als Kunst angesehen. Der Sprayer verdeutlicht dabei mit seiner Arbeit seinen Lebensstil.
Betrachtet man nun die Gegenseite, Graffiti als Vandalismus, dann wird es nur an bestimmten Plätzen, die eigens dafür vorgesehen sind, als Kunst angesehen.
Als illegal gilt Graffiti dann, wenn es an Plätzen angebracht wird, für welche es keine Genehmigung gibt. Dazu gehören z.B. Züge, Brücken und Mauern.
Doch gerade diese illegalen Flächen reizen den Sprayer, denn dort werden seine Kunstwerke gesehen und der Einsatz von waghalsigen Kletteraktionen gibt ihm den nötigen Reiz dabei.
Seit 2006 gilt das Sprayen von Graffiti als Straftatbestand und läuft unter dem Begriff der Sachbeschädigung. Man spricht auch von Farbverunstaltung. Die Strafe dafür kann sich in einer drei- bis vierstelligen Summe belaufen, welche auch noch nach 30 Jahren geahndet werden kann.
Doch warum ist dies so?
Sieht man Graffiti unter dem Aspekt der Sachbeschädigung, so muss man daraufhin weisen, dass die Entfernung mit sehr hohen Kosten verbunden ist.
Allein in Deutschland werden jährlich mehrere Milliarden Euro für die Beseitigung von Graffiti aufgebracht, denn die Reinigung der gestalteten Fassaden, Mauern und Zügen bedarf sehr aufwendigen Verfahrensweisen.
Da das Spray aus Lack und verschiedenen Lösungsmitteln besteht, bedient man sich für das Reinigen verschiedener mechanischer und chemischer Verfahren.
Zahlreiche Firmen haben sich mittlerweile auf die Reinigung mit Graffiti-Entfernern spezialisiert.
Die Reinigungsmethoden dürfen weder den Untergrund der besprühten Flächen noch die Umwelt belasten und sind daher sehr aufwendig und kostspielig.
Es gibt fünf verschiede Möglichkeiten, für das Graffiti entfernen:
Die manuelle Entfernung:
Mit dieser Methode wird das Graffiti von glatten und saugfähigen Oberflächen entfernt.
Man trägt das Lösungsmittel auf, lässt es einwirken und kann es dann mit einem feuchten Tuch entfernen.
Die mechanische Entfernung:
Dieses Verfahren ist für Wände und Fassaden geeignet. Man bedient sich dabei einem Niederdruckfeuchtstrahlverfahren. Es handelt sich dabei um ein Luft- Stahlmittelgemisch, welches aus verschiedenen Winkeln auf die Fläche aufgesprüht wird.
Da bei diesem Verfahren die Schichten des Untergrundes leicht mit freigelegt werden, entstehen bei der Beseitigung von Graffiti Schatten an der behandelten Oberfläche.
Chemische Entfernung:
Dabei setzt man das Hochdruckwasserstrahlverfahren ein.
Das pastenartige Reinigungsmittel wird auch wie bei der mechanischen Reinigung aus verschiedenen Winkeln auf die Fläche gesprüht.
Mit einem Wasserdruckstrahl (120 Bar und 80 Grad Wärme) wird die Farbe anschließend beseitigt.
Heißwasser- Hochdruckstrahl- Verfahren:
Dieses Verfahren wird angewandt, wenn sich auf dem betroffenen Untergrund eine Schutzschicht befindet.
Der Wasserdruck und die Temperatur werden von der Schutzschicht abhängig gemacht.
Die Stellen werden dabei mehrfach angesprüht, so dass die Farbe aufquillt und seitlich mit Heißwasser abgespült werden kann. Anschließend muss der Untergrund mit einer neuen Schutzschicht versehen werden.
Lasertechnik- Verfahren:
Dieses Verfahren wird meist verwendet, um Graffiti zu entfernen, was aus einzelnen Schriftzügen besteht.
Die Oberfläche wird dabei nicht beschädigt, es werden keinerlei Lösungsmittel benötigt, was die Umwelt schont.
Der Laser wird dabei in millionstel Sekunden mit einen hohen Lichteinwirkung auf die Farbe gebracht.
